CAPRICCIO STRAUSS LIBRETTO PDF

In Munich in , Richard Strauss composed “Capriccio,” a “musical conversation.” The libretto is closely inspired by “First Music and Then. Capriccio was Richard Strauss’ last operatic venture, and, like the David Ewen offered the following précis of Capriccio: “The almost actionless libretto [set in a. , English, Book, Illustrated edition: Capriccio: opera guide and libretto / Richard Strauss ; [libretto by Clemens Krauss ; English translation by Maria Massey].

Author: Fenrile Tojagore
Country: Fiji
Language: English (Spanish)
Genre: Sex
Published (Last): 4 October 2015
Pages: 412
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ISBN: 758-9-68739-841-3
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StraussRichard Georg Auch ein Theaterdirektor ist anwesend, weil ein Schauspiel von Ollvier vorbereitet werden soll. Clairon trifft ein und beginnt mit dem Grafen zu spielen. Dichter und Musiker stehen nahe bei ihr. Etwas mehr zur Mitte sitzt der Theaterdirektor in einem Armlehnstuhl. Das Sextett hinter der Szene schliesst. Ohne mich sind eure Werke – totes Papier! Es bleibt alles beim alten, wie bei den Opern Lullys und Rameaus.

Capriccio – Capriccio

Vergebens wartet man auf die Arien, sie klingen alle wie Rezitative! Wen soll das bewegen?

Das Volk bleibt kalt und wendet sich ab. Ein geistreiches heiteres Vaudeville oder eine Opera buffa voll sprudelnder Laune. Zur heutigen Probe wird sie erwartet. Schade, schade, ich habe sie verschlafen.

Jetzt beginnt meine Arbeit. Regie versteh’ ich, das ist mein Metier. Sprechende Geste, mimischer Ausdruck – erstes Gesetz! Vor ihr verstummt jede Kritik. Mit ihr zu spielen macht mich befangen, denn heute sind die Rollen vertauscht.

Du wirst zwiefach umworben!

Wort oder Ton – wem neigst du dich zu? GRAF Neugierig bin ich, wie du entscheidest. Da ist die berauschende Sinfonia unseres jungen Flamand. Du hast es erreicht.

Meine Rolle bricht an der interessantesten Stelle ab. Sie lesen aus ihren Rollen. Begier ist Nahrung dem Vergessen. Vor dem, wonach Ihr sehnend bangt, verblasst, was liebend Ihr besessen.

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Sie sind wirklich kein Laie. Geleit uns zur Probe und sei unser Mentor! Folgt mir, ihr Freunde! Gestattet, dass ich den Missbrauch wende! Doch wie grausam geht Ihr mit ihm um! Ihr gebt es fremden Ohren preis und verlangt, dass ich Zutrauen zu ihm gewinne.

Finden Sie nicht auch, Flamand? Wie Sie sehen, ist auch Musik eine Sache der Inspiration. Jetzt in dem Augenblick, wo wir allein? Habt Ihr mir nichts in Prosa zu sagen? Fasst mich nicht sttauss Ein Brand ist die Liebe!

Euer leuchtendes Auge macht mich zum Sklaven nur eines Gedankens: Wo liegt der Ursprung? War diese schon harrend bereit, die Worte liebend zu umfangen?

Liretto ist im andern und will zum andern.

Im Wort lebt ein Sehnen nach Klang und Musik. Wer achtet nun noch auf den Sinn des Gedichts? Auf meiner Worte Stufen steigt er zu leichtem Sieg. Nun, Olivier, Sie schweigen strausx Sie denken? Ist es nun ihm eigen, oder noch mein?

Capriccio – Sextet

Olivier erhebt sich unwillig Deiner Verse Licht scheint mir heller zu strahlen! Nur ein Arm ist zu lang. Flamand, Olivier – wem reicht Ihr den Preis?

Ich sass versteckt in einem Winkel, lautlos – hielt den Atem an und wagte nicht, mich zu regen. Seite um Seite sah ich Euch lesen Als ich die Augen aufschlug, wart Ihr verschwunden. Ich nahm es auf und las im Zwielicht: Ich atme nur noch in Liebe zu Euch! Warum nehmt Ihr zu Worten Eure Zuflucht? Ihr borgt von Eurem Freund, vertauscht die Rollen. Um Antwort bitt’ ich, vernichtende oder beseligende Antwort! Sie blickt Flamand nach und setzt sich nachdenklich in einen Armlehnstuhl.

Die Probe im Theatersaal nebenan geht weiter. Der Souffleur wird angerufen. Alles mehr oder weniger undeutlich. Sie ist reizend – bezaubernd! Zu lieben geneigt, die uns bewundern, glauben oft wir zu lieben, die wir bewundern. Meine Lage ist ernster! GRAF Das wird ja lustig! Was gab den Anlass? Er hat das Sonett komponiert! GRAF Was soll daraus werden?

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Capriccio, Op.85 (Strauss, Richard)

Meine Schwester als Muse! Triff du, lieber Bruder, da eine Wahl! Ein seltener Fall von Geistesgegenwart. Morgen ist grosses Fest im Palais Luxemburg. Ich habe noch fleissig zu memorieren. Wie Sie gesehen haben, kann der Souffleur auch einschlafen. Der Haushofmeister tritt auf mit einigen Dienern. Eine Tasse Schokolade wird uns erquicken.

Die Musiker gruppieren sich mit den Pulten um dasselbe. Rechts im Vordergrund Clairon. Der Dichter setzt sich alsbald zu ihr. Sie wird jetzt in meiner Ballettschule erzogen. Du sprichst meine Verse hinreissend! Behalt sie bei dir, deine Komplimente. Er setzt seiner Jugend eine Maske auf. Sie erhebt sich Der Vorhang ist gefallen!

Wer zieht da die Grenze zwischen Form und Gehalt? In einem Akkord erlebst du eine Welt. Nur unwillig dient sie dem Trug des Theaters. Wie in einem Zauberspiegel gewahren wir uns selbst.

Das Theater ist das ergreifende Sinnbild des Lebens. Poesie, Malerei, Skulptur und Musik. Der wirklichen Tiefe des Tragischen kann nur die Dichtkunst Ausdruck verleihen. Noch einen Schritt und wir stehen vor dem Abgrund! Man tanzt um ein Grab, und Dolchstiche werden melodisch verabreicht. Warum aber sind die Verse immer schlechter als die Musik?

Dieser verdanken sie doch erst die Kraft ihres Ausdrucks. Niemand kann ihn verstehen.